Ich denke es ist die Hohendodelebener Str. Beimssiedlung, denn die FA Ladenthin ist nicht weit davon entfernt ansässig gewesen. Bild entfernt (keine Rechte) Bing Maps Bild entfernt (keine Rechte) Die einzige Straße wo solche Balkonanordnungen an der Straßenfront vorkommt. Heute ist eine 4. Etage aufgestockt.
Mal schauen, ob ich Bestätigung finde in den US LBs
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Magado, die dienen nicht zur Deckung, denn sonst hätte man sie umgeworfen und verstärkt. Die sollen lediglich den Vormarsch blockieren, i. d. R. befinden sich Schützen rechts und links der Sperre. Ob das bei #142 wirklich zur Deckung dient wage ich zu bezweifeln. Die Geschütze waren vorher stationär, die beiden Radteile des Sonderanhängers befanden sich sicherlich in einem Depot in einer Kaserne, denn die wurden ja nicht gebraucht, und die Zugfahrzeuge wurden vermutlich anderswo eingesetzt - wäre ja Verschwendung die abzustellen und nicht zu gebrauchen, während das Geschütz stationär steht. Im Rahmen der Verteidigungsvorbereitungen wurden die Geschütze dann in den oder die Sonderanhänger eingesetzt (man sieht keine solchen bei den Geschützen) und mit irgendeinem Zugfahrzeug in die Stellung gezogen und dort wieder abgesetzt. Da die Holme mit den Erdspornen festgemacht werden wurde wohl der Untergrund abgetragen und die Geschütze so etwas tiefer aufgesetzt.
Nur mal zur Verdeutlichung wie so etwas geht. Die 8,8 cm Flak hat eine Kreuzlafette, wobei die seitlichen Ausleger schwenkbar sind und bei Transport hochgestellt und fixiert werden. In den Stellungen der Luftverteidigung wurde die Flak auf dem Sonderanhänger hineingefahren Bild entfernt (keine Rechte) Der hintere Teil - und bei dem verbesserten Sonderanhänger auch der vordere - sind lenkbar. Steht das Geschütz an Ort und Stelle wird es abgelassen, justiert und dann mit den Erdspornen fixiert. Wie gesagt, ich nehme an dass die Sonderanhänger eingelagert wurden - oder auch an Fronteinheiten abgegeben wurden. Um das Geschütz aus der Stellung zu bewegen wurden die Sonderanhänger über die Lafette gefahren. Bild entfernt (keine Rechte) Bild entfernt (keine Rechte) Mittels Kettenzug wurde jetzt die Lafette angehoben und am Anhänger fixiert. Ist dies vorn und hinten erfolgt ist das Geschütz fahrbereit. Bild entfernt (keine Rechte) Bild entfernt (keine Rechte) Jetzt benötige ich nur noch ein Zugfahrzeug welches das Gewicht ziehen kann. Die Bilder stammen aus der amerikanischen Vorschrift zur 8,8 cm Flak.
Wie die in die jeweilige Erdkampfposition gebracht wurde, super dargestellt! Dennoch blieb die Sache beim Kampfeinsatz für die Bedienung ein Himmelfahrtseinsatz, da kein Schutz vorhanden.
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Ich hab Bilder gesehen, glaube ich über die Flak-Gruppe Oberst Prendl, die an der Ostfront die 8,8cm Flak mit dem Sonderanhänger und Schutzschild nebst Zugmaschine vorfuhren, das Geschütz anrichteten, feuerten und danach sofort Stellungswechsel durchführten, um nicht getroffen zu werden. Das war 1942/43. April 1945 ging in Magdeburg und anderswo vieles nicht mehr. Weder Schutzschilde wurden angebaut noch waren diese Geschütze schnell beweglich.Übrigens, interessante Bilder sowohl von Magado als auch von US330Reg mit plausiblen Erklärungen. MfG Rüdiger
Wenn man bedenkt, dass allgemein behauptet wird, im April 1945 können kaum noch Flageschütze im Erdkampf eingesetzt gewesen sein, dann ist das nur die halbe Wahrheit!!! 1944 waren es in und um MD 21 schwere Batterien. Die leichte Flak nicht mitgerechnet. Jede Batterie war 1944 mit 4-6 8,8 cm Geschützen besetzt und einsatzfähig. Doppelbatterien hier auch nicht mitgewertet. Das macht im Schnitt ca 100 Rohre aus. Da seit Anfang 1945 immer wieder Batterien ihre Geschütze zum Ostfronteinsatz verloren, so kann man gut die Hälfte im Verbleib in MD rechnen, Wenn man davon noch etwas abzieht, dann denke ich, blieben in MD im April 45 noch mindestens 30 8,8cm Flak zur Verteidigung der Vestung MD. Hinzugerechnet müssen dann noch zahlreiche leichte Flak werden. Also komme ich etwa auf eine Zahl von 50-60 Geschütze, von denen im Endkampf jeweils einige in den ortsfesten Batterien Hünengrab (Ottersleben), Ebendorf, Barleben, Wolmirstedt und Weinberg Hohenwarthe standen. Der Rest verteilte sich in MD und Ausfallstraßen. Immerhin wesentlich mehr, als wir im Augenblick in LBs nachvollziehen können. Dennoch war es eine völlig sinnlose Verteidigung. Das bezieht sich auch auf die zahlreichen Straßensperren. Von denen in nächster Zeit noch mehr im Forum zu sehen sein wird.
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Wirbelwind, das ist richtig, die 8,8 cm Flak ließ sich auch in Fahrposition abfeuern, die Seitenholme wurden bis zum Boden abgelassen um seitlich eine Stütze zu bieten. Zu empfehlen war das nicht. Interessant wäre mal eine komplette Aufstellung der Geschützstellungen und der Sperren - damit meine ich in einer größeren Karte so dass man sieht welche Straße gesperrt war und wo die Flak stand. Die Theorie ist ja dass ich feindliche Panzer durch die Straßensperren zwinge Straßen zu benutzen in denen ich Schussfeld habe. Das gibt mir bei entsprechender Beobachtung einen gewissen Vorteil, da ich auf den auftauchenden Panzer warten kann während der Panzerkommandant noch nicht weiß was hinter der nächsten Ecke steht. Möglich wäre auch eine Sperre über die sich der Feindpanzer arbeiten muss - und ich in Feuerstellung auf diesen Moment lauere. Das weiß der Gegner natürlich auch und wird nur unter Infanteriedeckung vorgehen. Die Infanterie müsste ich dann mit eigener Infanterie bekämpfen.
Da ich erst am Anfang der LB-Auswertung dazu bin, stelle ich einzelne erkannte Positionen schon jetzt ins Forum, auch zur Diskussion... Ziel war es ohnehin, alle Positionen, nach Ermittlung auf eine Karte-Stadtplan aus dieser Zeit, zu zaubern. Das ganze möchte ich dann im Forum als Dokumentation noch einmal geordnet publizieren. "Das Kriegsende MDs in Auswerung alliierter Luftbilder". Soetwas hat ja noch keiner gemacht.........
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Die Ausführungen von Uwe zur Strategie der Panzersperren leuchten ein,gerade auch für Nichtfachleute. Prima! Magado, Du machst es mal wieder spannend, was die besagte Doku betrifft... MfG Rüdiger