Ex-Wehrmachtskaserne in Magdeburg wird abgerissen: So weit sind die Arbeiten Anfang des Jahres starteten östlich der Elbe am Zipkeleber Weg in Magdeburg die Arbeiten zum Abriss der alten Kaserne. Wie weit die Arbeiten fortgeschritten sind.
Von Lukas Eßer Volksstimme Aktualisiert: 23.09.2026, 10:50 Anfang des Jahres wurde angekündigt, dass die Kaserne am Zipkeleber Weg in Magdeburg abgerissen werden soll. Knapp 90 Jahre lang stand nördlich des Zipkeleber Wegs im ostelbischen Teil Magdeburgs eine alte Kaserne der Wehrmacht, die auch die Russen später nutzten. Der Gebäudekomplex, der nach dem 2. Weltkrieg zunächst als Standort sowjetischer Truppen und anschließend als Asylbewerberheim genutzt wurde, wird nach Jahren des Leerstands seit Anfang des Jahres abgerissen. Wie weit die Arbeiten vorangeschritten sind.
Insgesamt 25 Gebäude befanden sich ursprünglich auf dem circa 22 Hektar großen Kasernengelände. Grund für die Arbeiten ist laut der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Eigentümerin des Geländes die Gefahrenabwehr, da der Bereich durch Spaziergänger und Hundebesitzer hoch frequentiert sei. Viele der Gebäude waren in einem maroden Zustand, einige Bereiche schon eingestürzt oder einsturzgefährdet.
Alle Kasernengebäude in Magdeburg sind bereits abgerissen Wie die Bundesanstalt für Immobilien auf Nachfrage erklärt, sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Alle 25 Gebäude sind bereits vollständig abgerissen. Aktuell erfolge die Entsorgung und der Abtransport des angefallenen Bauschutts sowie abschließende Beräumungsarbeiten des Geländes.
Die Arbeiten sollen wie geplant bis Anfang 2027 abgeschlossen sein. Konkrete Planungen, wie es mit dem Gelände weitergehen soll, werden allerdings erst nach Fertigstellung der Arbeiten erfolgen. Dazu zählen unter anderem „die Umsetzung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen“.
Zu Beginn der Arbeiten hatten sich Anwohner bei der Volksstimme gemeldet, weil für die gesamte Dauer der Arbeiten über ein Jahr ein Park- und Halteverbot im Zipkeleber Weg angeordnet worden war. Bemängelt wurde insbesondere die kaum stattfindende Kommunikation mit den Anwohnern und widersprüchliche Angaben zum Umfang des Halteverbots.
Mittlerweile hat sich die Situation beruhigt. Wie ein Anwohner berichtet, störe sich niemand am einseitigen Halteverbot auf der nördlichen Seite, da dort ohnehin nicht geparkt wurde. „Es gibt einen erhöhten Lkw-Verkehr, aber nur temporär. Ansonsten ist der Lkw-Verkehr nicht belastend“, berichtet er.
Ich hatte vor Jahren mit einer umfangreichen Dokumentation (befindet sich in der Unteren Denkmalbehörde) dafür gesorgt, das diese Kaserne unter Schutz gestellt wird und es gab damals auch echte Bestrebungen zur Neunutzung als das inzwischen dort befindliche Asylheim aufgelöst wurde. Aus der Unterschutzstellung wurde aber leider nichts.
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