zu #11: Zu dem Artikel sind einige Anmerkungen zu machen. Es scheint der Abdruck eines älteren Beitrages, woher auch immer, zu sein. Schon die Wahl einiger Begriffe ist recht seltsam. In der preußischen Armee gab es zu keiner Zeit "Bataillonskommandanten". In Preußen wurden diese Truppenführer schon immer als Bataillonskommandeure bezeichnet. Der Begriff unter "Befehlswort" scheint eine Wortschöpfung eines nicht mit militärischen Sachverhalten vertrauten Autors zu sein. Auch der Inhalt der angegebenen Quelle gibt den vorstehenden Artikelinhalt keineswegs her. Die Gefechtsdarstellung ist für Leser, die mit diesem Vorgang nicht so vertraut sind, an einigen Stellen etwas verworren. Kurze Skizzierung des beschriebenen Vorganges: Hünerbein kommandierte die Vortruppen Yorks. Er hatte Befehl von Leitzkau über Dannigkow nach Gommern vorzugehen, sollte aber jedes ernsthafte Gefecht vermeiden. Dannigkow war zu dem Zeitpunkt nur von 2 Kompanien des 154. frz. Linien-Regiments und 100 Kavalleristen besetzt, die im Laufe des Gefechts von der in der Nähe stehenden 31. frz. Division beständig verstärkt wurden. Dannigkow selbst wurde von den beiden Musketier-Bataillonen des 1. Ostpreußischen-Infanterie-Regiments unter dem Regimentskommandeur Major von Lobenthal angegriffen. Major Crammon, 42 Jahre alt aus Ansbach gebürtig, sollte mit dem Füsilier-Bataillon des gleichen Regiments (hier gab es weder eine 1. noch eine 2. Kompanie) und 20 Husaren zur Flankendeckung des Angriffs der Musketiere nach Gommern vorgehen. Die Tirailleure seines Bataillons kamen bis zum Marktplatz, mussten aber dann der Übermacht weichen und Schritt für Schritt zurück gehen. Bei diesem Rückzug wurden alle frz. Gefangenen, die kein Pardon nehmen wollten, erstochen. Für das Gefecht erhielt Crammon das EK 2. Crammon fiel wenige Tage später an der Spitze seines Bataillons in der Schlacht bei Großgörschen beim Sturm auf Rahna durch kreuzendes frz. Musketenfeuer.