#1 RE: Rheinbote von MilitariaMD 21.06.2013 09:29

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Rheinbote :

was bisher noch nie in Veröffentlichungen auftauchte kann nun zum Teil belegt werden. Es wurden in Hillersleben versuche mit der Feststoffrakete " Rheinbote " durchgeführt.

http://www.youtube.com/watch?v=9hFnoQqTYHM

http://www.youtube.com/watch?v=_wUi-KDSBOc



Quelle : Der Modellbauer

Die Information wurde mir gestern auf Karteikarten eines ehemaligen Mitarbeiters der HVA übergeben. Dieser schrieb zu Lebzeiten alles auf was er von der HVA noch wusste, sehr detailiert. Die Bundeswehr hatte ihm damals untersagt weitere Informationen der Öffentlichkeit mitzuteilen. Was natürlich nicht rechtens war. Nach seinem Tot konnte ein Freund von mir die Karteikarten von der Ehefrau bekommen. Weiterhin erzählte der Zeitzeuge das die verbliebenen Raketen einige Meter unter der Erde vergraben wurden, diese wurden noch nie gefunden, da nur die Oberfläche auf dem Gelände beräumt wurde...

Rheinbote (Rakete) (Quelle : Wikipedia )

Rheinbote ist die Bezeichnung für eine im Zweiten Weltkrieg von Deutschland entwickelte Fernrakete.


Im Gegensatz zur einstufigen A4, die flüssigen Sauerstoff und Alkohol als Raketentreibstoff verwendete, war die Rakete Rheinbote eine vierstufige Feststoffrakete. Sie wurde von der Firma Rheinmetall aus dem zweistufigen Vorläufer „Rheintochter“ 1943/44 entwickelt und in der Raketenerprobungsstelle Rumbke erprobt. Im Unterschied zur A4, die eine Sprengladung von 1 t über 300 km weit tragen konnte, konnte die Rheinbote nur eine Sprengladung von 25 kg über eine Strecke von 220 km transportieren. Die Rakete Rheinbote wurde im November 1944 im Kriegseinsatz verwendet. 220 Flugkörper wurden auf Antwerpen verschossen.

Technische Daten :
Länge: 11,4 m
Startgewicht: 1,715 t
Brennschlußgeschwindigkeit: 1520 m/s
Gipfelhöhe: 70 km
Reichweite: 220 km
Gewicht Sprengkopf: 40 kg (davon Sprengladung: 25 kg)

[ Editiert von Moderator MilitariaMD am 21.06.13 9:31 ]

#2 RE: Rheinbote von Versuchsdienst 21.06.2013 12:42

Gepostet von MilitariaMD
Rheinbote :

was bisher noch nie in Veröffentlichungen auftauchte kann nun zum Teil belegt werden. Es wurden in Hillersleben versuche mit der Feststoffrakete " Rheinbote " durchgeführt.


" Rheinbote " wurde getestet und unter Punkt 3. gibt es einige " Eckdaten ".

[[File:f64t835p9182n1.|none|auto]]

Quelle: Privatarchiv Versuchsdienst


Grüße

Versuchsdienst

#3 RE: Rheinbote von MAGADO-2 21.06.2013 13:06

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Wie können die Abschussrampen-Gestellw für die Flakraketen ausgesehen haben?
Nach verbalen Berichten von Zeitzeugen sollen das einfache Gestelle gewesen sein. Wolmirstedter berichteten, dass davon 1943 welche nordwestlich von Wolmirstedt standen, aber mit Errichtung der Grokampfbatterien an der Glindenberger Chaussee weggenommen wurden.
Kann das sein?
Magado

#4 RE: Rheinbote von MilitariaMD 05.07.2013 15:25

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Rheinmetall Borsig 'Rheinbote' :

Aus den Erfahrungen mit der Zweistufen-Rakete "Rheintochter" wurde 1943/44 die vierstufige Fernrakete "Rheinbote" entwickelt, welche noch im November 1944 in den kriegsmäßigen Einsatz gelangte und in etwa 220 Einheiten gegen Antwerpen verschossen wurde. Alle Stufen wurden durch Feststoff-Raketen angetrieben, wobei die eigentliche Startstufe aus der "Rheintochter" abgeleitet wurde und lediglich die Aufgabe besaß, dass Projektil aus dem Startschlitten zu heben. Die beiden ersten Stufen fielen innerhalb von 10 km vom Abschussort ausgebrannt zu Boden. Dagegen blieben die dritte und vierte Stufe bis zum Ziel miteinander verbunden. Wenn auch dadurch die Vorteile des mehrstufigen Systems untergraben wurden, so war diese Maßnahme gewählt worden, um die am Ziel einschlagende Masse zu vergrößern. Der Kopf mit der Sprengladung wog nur insgesamt 40 kg. Auf diese Weise ließ sich das Gewicht auf 140 kg vergrößern. Wenn diese Rakete mit 220 km Reichweite auch eine erfolgreiche Lösung einer Fernrakete darstellt, blieb sie nachträglich ohne jeden Nutzen, denn die beförderte Sprengladung von 20 kg war viel zu gering.











Startstufe / 6 Auspuffdüsen
..Länge: 1,90 m
..Durchmesser: 0,535 m
..Antrieb: Diglykol-Pulverraketenmotor
..Schub/sek. 9800 kp

..Eine Sekunde später zündet die I.Stufe

..I.Stufe.
..Länge: 3,50 m
..Durchmesser: 0,268 m

..Nach 5 Sek.bei gleichen Schub wie Startstufe zündet Stufe II

..II.Stufe
..Länge: 3,50 m
..Durchmesser: 0,268 m

..Nach 5 Sek.bei gleichen Schub wie Startstufe zündet Stufe III

..III.Stufe + Sprengkopf
..Länge: 4,00 m
..Durchmesser: 0,190 m

..Verbrennung der III.Stufe nach 5 Sek. entwickelt dabei einen verbleibenen Schub für Sprengkopf von 2400 kp bis zum Aufschlag.

..Sprengkpf - Nutzlast: 40 kg mit 20kg Pulverladung

Quelle : Luftarchiv.de

#5 RE: Rheinbote von MilitariaMD 06.01.2014 18:10

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