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#1 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 27.07.2012 09:24

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Also Die Tätigkeit wurde 1935 auf dem Gelände aufgenommen...
Anfangs war es noch ein Schießplatz von den Krupp Gruson-Werken aus Magdeburg, später wurde es dann ausgebaut.
Munitionslieferanten waren Polte Magdeburg und weitere, auch eigene Produktion.

was getestet wurde :

- " Gamma Gerät " - 42cm Kruppschen Geschütz
- 21 cm Mörser
- 24 cm Kanone " theodor-bruno "
- 80 cm Eisenbahngeschütz " Dora "
- Panzertürme ( 2 P7 )
- 30 cm Panzergranaten
- 21 cm Anschußknüppel
- 15 cm Sprenggranate
- Flügelstabilisierende 15 cm Granate
- 10,5 cm Treibspiegelgeschoß für 12,8 cm Kaliber
- 10,5 cm Doppelschuß oder Raketengranate
- 3,7,-5 und 7,5 cm Panzergranaten mit Bodenzünder
- 42 cm Sprenggranate
- 28 cm Bruno-Kanone
- Pfeilgeschoss
- Windkanone
- " Dora " und " Karl "
- 80 cm Sprenggranate
- 60 cm Granate
- 60 cm Mörser
- 54 cm Betongranate für Mörser
- 60 cm Gerät " Ziu "
- Ladungsträger " Goliath "
- Röchling Speer
- " Tausendfüßler "
- 20 cm Glattrohrkanone Unikat aus Hillersleben !!!
- 7,5 cm Granate mit Prellscheibe
- Rheinbote
- Taifunrakete
- 7,3 Raketensprenggranate 4609
- V2
- Flakwerfer " Föhn "
- Gleitrakete Henschel HS 293
- Rakete Püppchen
- verschiedenste Versuchszünder


letztere durch Fachgruppe entdeckt

[ Editiert von Moderator MilitariaMD am 07.07.13 21:23 ]

[ Editiert von Moderator MilitariaMD am 10.01.14 10:29 ]

#2 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 16.04.2013 22:16

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Hier mal 3 Bilder vom Schießplatz, die folgenden 3 Fotos wurden mit "Schießen in Hillersleben 1942" betitelt.

Quelle : Forum der Wehrmacht







wo könnte das letzte Bild gewesen sein???

#3 RE: Versuche bis 1945 von Keweloh 18.05.2013 14:26

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Zum ersten Eintrag hier,solche Anschusswälle gibt es hier zwar, sind auch noch sehr gut zu sehen. Aber was auffällt das keiner von den Soldaten,auch der Gefreite, auf der Schulterklappe kein "VH" für Versuchsplatz Hillersleben hat. Daher bin ich mir nicht sicher das die Bilder in Hillersleben gemacht wurden. Oder trugen erst Soldaten ab einem bestimmten Dienstgrad diese speziellen Schulterklappen?

#4 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 18.05.2013 14:48

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Zitat
Gepostet von Keweloh
Zum ersten Eintrag hier,solche Anschusswälle gibt es hier zwar, sind auch noch sehr gut zu sehen. Aber was auffällt das keiner von den Soldaten,auch der Gefreite, auf der Schulterklappe kein "VH" für Versuchsplatz Hillersleben hat. Daher bin ich mir nicht sicher das die Bilder in Hillersleben gemacht wurden. Oder trugen erst Soldaten ab einem bestimmten Dienstgrad diese speziellen Schulterklappen?



Ich vermute mal das nicht alle diese Schulterstücken trugen...Ist aber noch nicht belegt...

#5 RE: Versuche bis 1945 von US330Reg 22.05.2013 19:44

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Stimmt, aber wie gesagt, die sind leer und Fake, die Geschosse sowie die Kartuschhülse sind lt. Beschreibung original.

#6 RE: Versuche bis 1945 von Keweloh 22.05.2013 19:58

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stimmt,aber halt mal interessant das als ganzes zu sehen.

#7 RE: Versuche bis 1945 von MAGADO-2 22.05.2013 21:39

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dreamies.de

Diese Beschussplatte aus Hillersleben befindet sich im “ Armeemuseum Dresden” . Sie ist ca. 60 cm stark. An solch einer Platte wurde die Wirkung von Munition unterschiedlicher Art durch das Versuchskommando Hillersleben
in Zusammenarbeit mit Waffen-Ingenieuren getestet. Hier kam es nicht auf das “ Durchdringen “ an, sondern auf das jeweilige Verhalten des Geschosses. ( z.B. Abprall Winkel, Deformation, Zerstörung des Geschosses )
Stephan

#8 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:04

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Mündungsbremsen

verschiedener Typen befanden sich in der Entwicklung. Dr . Helmut
...man, Ingenieur Baurat Rekieke und Ing . Schenk arbeiteten an diesem Projekt.
Während der Befragung von Herrn Müller, der in der Gruppe IX tätig war,
erfuhren wir, daß bei Erprobungen ein Wirkungsgrad von 25 % mit der auf jeder
Seite zwei Schlitze aufweisenden Mündungsbremse erzielt worden war. Die Verwendung
einer Mündungsbremse mit mehreren Bohrlöchern entlang der Achse ... (Original
unvollständig) führte zu einem Wirkungsgrad von 30 4 % Eine 9,90 m lange
128-mm-Kanone wurde ... (Original unvollständig) für die Sicherung der Flügel
der Gasdeflektoren durch Bänder; das Rohr selbst war der Bremsenkörper, und er
wies an jeder Seite entlang der Rohrachse sechs Löcher mit einem Durchmesser
von 1 Zoll auf. Das Modell weist auf ... (Original unvollständig) für einen
optimalen Wirkungsgrad durch Kombination der Merkmale beider . .. (unleserlich)
hin. Analysematerial wurde zur weiteren Untersuchung abtransportiert.

#9 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:17

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Roechling-Geschoß (21,0 - 12,8 cm). Dieses Geschoß wurde 1939 für den 21 - cm Belagerungsmörser
entwickelt. Es trug die Bezeichnung 21 cm' Ro Gr 44 BE; sein(e) . . . (un/ leserlich) wurde auch für das erbeutete französische 34-cm-Geschütz
und den 42 - cm- Mörser entwickelt. Das 21-cm-Geschoß hatte folgende Merkmale:



Dieses Geschoß hat einen Bodenzünder BD ZR 5141, der am Ende des Fluges oder
nach Überwindung des Widerstandes durch das Geschoß ausgelöst wird (es wurde
eine unregelmäßige Geschoßleistung gemeldet) . Eine kleine Beobachtungsladung
S03 an der Spitze des Geschosses wird äußerst schnell ... (unleserlich), um ein
Beobachten ohne Beeinträchtigung der abgeflachten Spitze im Hinblick auf das
Eindringen zu ermöglichen. Laut Berichten belief sich die Eindringtiefe bei
einem Einsatz gegen Beton auf 2,2 m bis 3,6 m; in Erde drang es 50 m tief ein
Es wurde gegen Battice und Neufchateau eingesetzt. In einem Abstand von 41 Zoll
angebrachte segmentierte Zentrierbänder mit einem Durchmesser von 21 cm zentrieren
den Geschoßkörper von 12,8 cm während des Geschoßweges . Auf dem Klappleitwerk
sitzt eine Kappe, die bei Verlassen der Mündung durch den Druck von
... (unleserlich) - gasen zerstört wird, die während des Geschoßweges durch ein
kleines Loch in einen Hohlraum eindringen.



Projektil für Hochdruckpumpe ( V3 )

Quelle : After Action Report


31 cm Spr . Gr. 4861 ( 31 cm - 12.8 cm ) . Dieses Geschoß wurde für das 28-cm-Eisenbahngeschütz
K5 entwickelt (ohne Züge und Felder ... (Original unvollständig)
31 cm). Das Geschütz hatte eine Länge von 21,5 m. Es sollte eine Reichweite
von 150 km erzielen, so daß es gegen London eingesetzt werden konnte, eine
bei .. . (unleserlich) gegen Verviers und Maastricht eingesetzte Batterie konnte
jedoch nur eine maximale Reichweite von 130 km erzielen. Das Geschoß hatte
folgende Merkmale:



Die Entwicklungsarbeit wurde von Dr . Henry Poltz geleitet, von dem mit Ausnahme
der physikalischen Maße des Geschosses, die vor dem Abtransport der Geschosse
in Hillersleben ermittelt wurden, diese Informationen stammen. Das Geschoß war
sowohl mit einem Kopfaufschlagzünder als auch mit einem Bodenzünder ausgerüstet,
um ein verzögerungsfreies Zünden zu bewirken. Das Treibladungspulver
befand sich in vier Beuteln, deren Gesamtgewicht sich auf ca. 250 kg belief.
.. . ( unleserlich ) wurde an dem segmentierten Zentrierband ermittelt, das mit
einem freischwingenden Band an dem 12,8-cm-Körper befestigt war. Zum Lösen des
Zentrierbandes wurde ein einfaches Verfahren angewandt; die drei Zentrierbandsegme
nte wurden mit drei Querbolzen verbunden, wobei jeder einzelne Bolzen
durch ein .. . (unleserlich) Loch in einem Rückschießbolzen geführt wurde. Durch
das Zünden wurde der Bolzen nach hinten geschoben, wodurch die Verbindungsbolzen
... (unleserlich) und ihre Trennung von Geschoß nach dessen Austritt aus
der Mündung ermöglicht wurde . Dieses Geschoß war im Windkanal getestet worden .
Umfassende Versuche waren hinsichtlich der Anzahl der Flossen durchgeführt
worden ; dieses Geschoß hatte vier Flossen, es waren aber auch Versuche mit drei
und sechs Flossen durchgeführt worden. Bei vierflossigen Geschossen war eine
wahrscheinliche Abweichung von etwa 1 % der/des . . . (Original unvollständig)
gegeben; dreiflossige Geschosse erzielten zwar eine größere Reichweite, die
wahrscheinliche Abweichung war jedoch etwas größer . Es wurden nur etwa 7 Rohre
und ca . 500 Geschosse gefertigt; die . . . (unleserlich) in Hillersleben verbliebenen
wurden abtransportiert.

28-cm-Eisenbahngeschütz K5 :

Quelle : Axis History Forum



[ Editiert von Moderator MilitariaMD am 09.01.14 19:44 ]

#10 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:29

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

"HDP"

( Hochdruckpumpe ) . Dieses 15-cm- Geschütz wurde entwickelt, um über den
Kanal hinweg London zu beschießen. Hinsichtlich des Rohres war es einzigartig,
da es aus vielen drei Meter langen Rohrstücken zusammengesetzt war, in dem hier
besprochenen Fall wurden 40 Rohr stücke verwendet. Zusätzlich zu der am Boden
angebrachten Treibladung mit einem Gewicht von 4 kg wurden 28 Zünderverstärkerstationen
an . .. (unleserlich) mit entsprechenden Ladungen versehen. Zwei Typen
wurden in Hillersleben gefunden. Bei dem einen Typ befanden sich die Übertragungsladungen
entlang der Achse, bei dem anderen an ... . (Original unvollständig).
Die Zündverstärker hatten denselben Durchmesser wie das Hauptrohr, und
die ganze Vorrichtung sah aus wie ein Hydraulikleitungskreuzstück. Vorrichtungen
zur Einstellung des Zündzeitpunktes des Verstärkers wurden nicht gefunden.
Das Geschoß ... (Original unvollständig) sechs Flossen mit einem Treibkäfig,
der als eine Gasdichtung diente; der Geschoßkörper selbst hatte einen Durchmes-
ser von 10 cm und ein abwerfbares Zentrierband. Es wies folgende Merkmale auf:



... (unleserlich ) Rohrbatterie wurde unterirdisch in einem Winkel von 50° nahe Pade
Cale in Stellung gebracht, jedoch bombardiert, bevor ein
Schuß abgefeuert wurde. Eine weitere Batterie wurde bei Misfroy mit einem Hö-
henwinkel von etwa 35° in Stellung gebracht.



[ Editiert von Moderator MilitariaMD am 09.01.14 19:40 ]

#11 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:38

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Strahlgetriebene Geschosse Tromsdorff-Geschoß

Mit dem Tromsdorff-Geschoß
soll eine größere Reichweite durch Eigenantrieb unter Nutzung von Sauerstoff
aus der Atomsphäre als einer der Treibstoffe erzielt werden. Das Geschoß besteht
aus einer inneren Einheit , die Schwefelkohlenstoff enthält und deren
äußere Form die Innenwand des Luftdurchflußkanals und der Brennkammer bildet ,
sowie einer äußeren Einheit, die die Außenwand des Luftdurchflußkanals und der
Brennkammer bildet und die äußere Form des Geschosses bestimmt . Der .. . (unleserlich)
-ring in der Brennkammer ist mit Löchern versehen, die den Gasdurchsatz
ermöglichen. Der Treibstoffbehälter ist mit inneren Leitblechen ausgerüstet,
um die Stabilität des Geschosses zu gewährleisten. Der Treibstoff wird
als atomisierte Flüssigkeit aus dem Behälter ausgestoßen
...(Original unvollständig)
...(unleserlich) Austritt von Kohlendioxyd aus einer Kapsel, die
(Original unvollständig) im Rohr zerbricht. Der Treibstoffausstoß wird auch
durch Zentrifugalkraft unterstützt. Alle Geschosse in Hillersleben wurden vom
CIOS - Trupp Nr . 172 abtransportiert . . . . (unleserlich) zeigt die nachstehende
Aufstellung den erhöhten Wirkungsgrad dieser Geschoßart. Bei dem 15 - cm - Geschoß ·
handelte es sich lediglich um einen Prototyp, dessen unterschied unerheblich
ist.



reste einer trommsdorf-granate :



Leitwerkstabilisierte Hohlladungsgeschosse, Kaliber 75 mm und 105 mm, zur Verringerung
des Dralls und Erzielung einer größeren Eindringtiefe in Panzerungen.
Das Geschoß wird mit seiner Standardwaffe verschossen; am Boden des Geschosses
sind nach hinten überstehende Flossen angebracht . Nach dem Austritt aus dem
Rohr entfalten sich die Flossen, um das Geschoß zu stabilisieren und den Drall
zu verringern.

#12 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:39

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Rohrverlängerungen, Rohrverlängerungen für einen 240 - mm-Kanone waren Gegenstand
eines Entwicklungsprojekts . Es wurden mehrere Verlängerungen für unterschiedliche
Kaliber (2,5 - 5) mit gezogenen Rohren und glatten . . . ( unleserlich), die
sich auf 210 mm verjüngten. Die Rohrverlängerungen wurden abtransportiert.

#13 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:47

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Leitwerkstabilisiertes Artilleriegeschoß mit Raketenzusatzantrieb... (unle-
serlich) Wirkladung und größere Reichweiten. Zeichnung eines typischen Ges -
chosses ist beigefügt: Kaliber 15 cm, Gewicht 130 kg, Länge 2 756 mm, Reichwei-
te 7 000 m.

#14 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:51

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Treibspiegelgeschosse

Die von Brandt und anderen Industriefirmen in Frankreich
eingeleitete Entwicklung hitzebeständiger Keramikplatten für Treibspiegel wurde
von den Deutschen fortgeführt, die 1940 die Geschosse ... (unleserlich) erbeuteten.
Die Entwicklung dieses Geschosses in allen üblichen Artilleriekalibern
wurde intensiviert, um größere Reichweiten und höhere Mündungsgeschwindigkeiten
im Hinblick auf Artillerie- und Flugabwehr einsätze zu erzielen . Die
Geschosse verfügten über aus drei oder vier Segmenten bestehende Metall- oder
Faserzentrierringe . .. (Original unvollständig)
mit Weichdraht. Eine schalenförmige Bodenplatte
das Zentrierband, befestigt
(Original unvollständig)
Führungsband hatte ein kleines Loch, um Pulvergase durchzulassen, sichtbare
(Original unleserlich) den Geschoßboden durch eingelassene Kugelzapfen oder
Dübel . Beim Abfeuern strömt . . . ( unleserlich ) -gas durch das kleine Loch in der
Bodenplatte ein und verbleibt zwischen Geschoßboden und Bodenplatte; beim Austritt
aus dem Rohr hat das eingeschlossene Pulvergas so viel Druck, daß die
Bodenplatte vom Geschoß getrennt wird . Nach dem Austritt aus dem Rohr fliegt
das Zentrierband fort, da der Befestigungsdraht durch die Fliehkräfte zerissen
wird. Diese Entwicklung war so weit fortgeschritten, daß das Geschoß in mehreren
Kalibern gefertigt werden konnte, und es wurden zahlreiche Gescbosse der
Kaliber 5,0 cm bis 15,0 - 12,8 cm gefunden und abtransportiert.

#15 RE: Versuche bis 1945 von MilitariaMD 09.01.2014 19:52

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Auszug aus US After Action Report, übersetzt vom Bundessprachamt...

Patronenhülsen aus Treibladungspulver für Kleinwaffen enthielten kleine Anzündverstärker.
Photographien von zusammengesetzten und zerlegten Patronen sind
beigefügt.

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