#1 Demontage von Spurensucher MD 01.02.2022 02:52

Aus dem Buch Sowjetische Kommandanturen und deutsche Verwaltung in der SBZ und frühen DDR

#2 RE: Demontage von Spurensucher MD 01.02.2022 02:59

Wickipedia weiß dazu:
Zinkhütte Giesche
Die Zinkhütte Giesche war eine Zinkhütte in Magdeburg. Erhaltene Verwaltungsbauten der Hütte stehen unter Denkmalschutz.
Die Anlage befindet sich auf der Ostseite des August-Bebel-Damms im Magdeburger Stadtteil Gewerbegebiet Nord an der Adresse August-Bebel-Damm 12. Östlich befinden sich Anlagen des Hafen Magdeburg.
Die Hütte wurde in den Jahren 1933/1934 vom in Breslau ansässigen schlesischen Bergbaukonzern Georg von Giesches Erben errichtet. Neben den Verwaltungsbauten entstand auf dem ausgedehnten Werksgelände auch ein Huthaus sowie ein chemisches Labor. Die Zinkhütte gehörte zu den großen Werksanlagen im Industriegebiet. Sie hatte eine reichsweite Bedeutung und diente zur Verarbeitung von in Oberschlesien gewonnenem Erz. Die Gründung der Anlage war bereits in den 1920er-Jahren als Ersatz für im Zuge des Versailler Vertrags an Polen gegangenen Hütten beschlossen worden.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Werksgelände bei einem Luftangriff am 28. Mai 1944 schwer getroffen.

Der erhaltene Komplex der Verwaltungsgebäude zieht sich entlang der Straße. Es entstanden drei langgestreckte Klinkerbauten. Der südlichste ist drei-, die anderen beiden zweigeschossig ausgeführt. Die Architektur ist sachlich-funktional gestaltet. Die Fassaden sind horizontal durch die Fenster und Gesimse aus Beton gegliedert. Bedeckt sind die Gebäude durch vorkragende Flachdächer. Nördlich des südlichen Gebäudetrakts befindet sich der Werkseingang. Er wird von eingeschossigen Pförtnergebäuden flankiert, die jeweils bogenförmig zur Straße hin abschließen.


Später diente das Areal den Grenztruppen der DDR als Kaserne und in der Nachwendezeit war hier die BW sowie das Staatshochbauamt zu finden.

#3 RE: Demontage von wirbelwind 01.02.2022 18:30

Hallo,
bei den Demontagen in der damaligen SBZ ist zusätzlich wegen unsachgemäßen Transportes bzw. unsachgemäßer Handhabung noch zusätzlich viel zu Bruch gegangen. Auf dem Bahnhof Brest-Litowsk, wo die Übergabe der demontierten Güter auf russ. Breitspur stattfand, muss es zu dieser Zeit verheerend ausgesehen haben. Verladetechnik kaum vorhanden, geschah das meiste mit Muskelkraft. Viele Präzisionsmaschinen wurden durch falsche Behandlung unbrauchbar.
Im Nachbarort, in einer Brikettfabrik fielen auch die Fliesen des dort befindlichen Labors der ,,Demontage" an. Mit durchschlagendem Erfolg. 75 % der Fliesen gingen schon bei Abnahme von der Wand zu Bruch und der Rest beim Transport. Keine dieser Fliesen hat je die SU erreicht.
So gesehen hatten die Westdeutschen es besser. Dort reduzierten sich die Demontagen bereits 1947 erheblich. Hier gab es ja bis 1952 mehrere Demontagewellen. Zu mehr Wohlstand haben die Demontagen/Reparationen der russ. Bevölkerung allerdings nicht verholfen.
MfG Wirbelwind

#4 RE: Demontage von Spurensucher MD 03.02.2022 03:14

Natürlich ist es heute eine traurige Gewissheit das viele Dinge die seiner Zeit demontiert und als Reperationsleistung in die Sowjetunion verbracht wurden ihr Ziel nie erreichten, weil es noch gar kein Ziel gab, nie wieder aufgebaut wurden, weil sie nicht mehr aufbaufähig waren oder anderweitig einfach verschwanden. Das ist wahr und läßt sich nicht wegdiskutieren. Jedoch gibt es auch andere Geschichten die tatsächlich passiert sind wie diese hier:

Goliath funkt seit 56 Jahren
Von Friedrich Wilhelm Schulz Volksstimme 12.03.2009, 05:06
Der Längstwellensender " Goliath " bei Kalbe war der leistungsstärkste seiner Art der deutschen Marine. In mehreren Folgen berichteten wir über den Bau der Anlage, Betrieb und Demontage. Heute lesen sie im fünften und letzten Teil über den schweren Wiederaufbau in seiner neuen russischen Heimat.
Kalbe. Bereits vor dem Zweiten Weltkrieg hatte es in der UdSSR Pläne zum Ausbau der Kommunikationssysteme gegeben, die wegen des Kriegs nur teilweise realisiert werden konnten. Nach dem Krieg hatte sich die Situation grundlegend geändert. Aus den einstigen Verbündeten wurden Gegner, und die sowjetische Marine wurde auf den Weltmeeren zusehends präsent.
Für die im Aufbau befindliche U-Boot-Flotte mussten Nachrichtenverbindungen geschaffen werden. Aus diesem Grund war der Sender " Goliath " ein " Geschenk des Himmels " und gilt noch immer als Trophäe. Er hatte eine große Bedeutung für den Ausbau der Nachrichtenverbindungen für die U-Boote. Der " Goliath " wurde der erste Längstwellensender der UdSSR.
Die Senderteile kamen von Kalbe an der Milde nach Wyborg und wurden dort in einem Lager der Marine aufbewahrt. Noch bevor die letzten Waggons angekommen waren, wurde eine staatliche Kommission gebildet, die einen neuen Standort für den Sender suchen sollte. Fünf Gruppen machten sich auf die Suche, und man fand mehrere geeignete Orte, von denen zwei in die engere Wahl kamen – am Ufer der Wolga in der Nähe des Dorfes Rzhavka und im Kstovsker Gebiet bei der Siedlung Blizhnee Borisovo. Der Standort an der Wolga wäre wahrscheinlich für die Erdung noch günstiger gewesen, wurde aber wegen der erforderlichen Vorarbeiten verworfen. Dort hätte man erst einen Damm und eine lange Bahnstrecke sowie Hochspannungsleitung bauen müssen. Am 25. Juni 1949 wurde der Entschluss gefasst, den Sender an der Stelle im Kstovsker Gebiet wieder aufzubauen, an der er noch heute seinen Dienst verrichtet.
Die Projektierungsarbeiten, welche die Funktechnik betrafen, wurden vom Forschungszentrum für Funkkommunikation der UdSSR übernommen. Mit den Planungen und dem Bau der elektrischen Ausrüstung und der Antennenkonstruktion beauftragte man zivile Firmen. Alle Arbeiten wurden von russischen Fachkräften ausgeführt. Deutsche Spezialisten oder Arbeiter waren nicht auf der Baustelle.
Probleme, zum Beispiel mit den Senderöhren und der Antenne, wurden nach Rücksprache mit deutschen Firmen gelöst. So wurden die Röhren als Reparationsleistung neu gefertigt, und bei Problemen an den Rohrmasten hatte die deutsche Mastbaufi rma entsprechende Lösungen vorgeschlagen, die dann von den russischen Monteuren umgesetzt wurden.
Am 26. September 1950 wurde das Personal für den Sender Nummer 1 der Marine ( Einheit 3 60 26 ) zusammengestellt. Der erste Kommandeur war Oberst Vodovozov. Er war schon an der Demontage in Kalbe an der Milde und bei der Suche nach einem geeigneten Standort in der UdSSR beteiligt gewesen. Leitender Ingenieur wurde V. D. Larionov, welcher bei einem zivilen Sender beschäftigt und vor dem Krieg zu Studienzwecken in Deutschland gewesen war. Sein Dienstgrad in der Einheit war Major. Kommandeur der Antennengruppe war Leutnant G. S. Krugljak. Er war der Stellvertreter von Oberst Goldfeld in Kalbe. Beim Aufbau der Sendestelle war er von Anfang an anwesend. Goldfeld hatte öfters erwähnt : " Ohne ihn hätten wir vieles beim Aufbau der Antennen falsch machen können. "
Goldfeld und Krugljak bildeten schon in Kalbe ein hervorragendes Team – Goldfeld der Techniker, Krugljak das Organisationstalent. Kommandeur des funktechnischen Bereichs wurde Oberstleutnant V. K. Kuzmin. Er kam vom Sender " RW 10 " in der Nähe von Minsk. Wie Larionov war er nach dem Studium in Deutschland gewesen und hatte die Gelegenheit, die deutsche Funktechnik kennenzulernen. Leiter der Elektrischen Versorgung wurde N. J. Veselovskiy. Er war zuvor Hauptenergetiker im Lenin- Werk in Gorki ( Nischni Nowgorod ) und wurde aus der Reserve zur Marine einberufen. Für die Heizung und alle anderen Versorgungsanlagen war Oberleutnant V. L. Nikitin verantwortlich.
Die Oberbauleitung lag in den Händen der Marine. Als Leiter fungierte Kapitän ersten Ranges T. A. Belkin. Ihm direkt unterstellt war Oberst Goldfeld. Unter Belkins Leitung wurden nach dem Vorbild des " Goliath " die nachfolgenden Längstwellensender der UdSSR gebaut. Die Sender bekamen Namen wie Zeus, Antej und Herkules.
Hauptauftragnehmer war die Bauverwaltung Nummer 636, bestehend aus dem Baustab und zwei Baubataillonen mit Kommandeur Oberst Joppe und Stellvertreter Oberst Gridasow. Subunternehmer waren Stahlbaufi rmen, Elektroanlagenbauer und die Spezialabteilung Nummer 3 des Kommunikationsministeriums unter der Leitung von Ingenieur V. Pachonov, welche sämtliche Sendertechnik eingebaut hat.
Der Bau des Senders mit dem Codenamen " 349-DM " begann 1949 mit der Errichtung von Lagerhallen und einem Anschlussgleis von der Bahnstation Kudma zur Baustelle. In wenigen Tagen wurden aus den Resten einstiger Baracken, die man in Uljanowsk abgebaut hatte, Unterkünfte zusammengezimmert, die eher einem Kuhstall ähnelten. Dort haben alle Arbeitskräfte gewohnt, die Verwaltung und die Küche waren dort ebenfalls untergebracht. Die Offiziere und einige Zeitsoldaten hatte man in den umliegenden Dörfern einquartiert.
Deutsche Holzkisten
wurden zu Wohnungen
Die Bedingungen waren mehr als schlecht, es fehlte an allem. Schwere Technik war so gut wie nicht vorhanden. N. A. Terichev erinnerte sich : " Den Rest der Ausrüstung brachten wir selbst zu der Baustelle mittels dieser Eisenbahnstrecke, die ziemlich schnell gebaut wurde. 1950 hatte man schon auf der Strecke die Wagons mit den Drahtseilen, Antennen und dem anderen Zeug geschoben. Es gab keine Technik, diese Wagons haben wir alle mit Muskelkraft zu der Baustelle geschoben. Wir haben auch die Winden installiert, die ebenfalls von Hand angetrieben wurden. Einmal zogen wir von den Wagen einen Transformator, der wog 13 Tonnen und war über drei Meter hoch. Alle packten an, die nur konnten, schließlich auch der Kommandeur Oberst Vodovozov. Dann luden wir ihn auf Eisenschlitten und zogen ihn zu der Bahnstation Mysa, um ihn auf dem Umspannwerk in der Nähe des Lenin-Werkes zu installieren. "
Die Bauarbeiten erfolgten unter großem Zeitdruck. Gebaut hat man an allen Bereichen gleichzeitig, Antenne, Sendegebäude, Spulenhäuser, Wachhäuser, Lagerhallen, Häuser für die Offiziere und die Unterkünfte für die Soldaten.
Im Sommer 1950 kamen die ersten Rekruten. Oberst Kuzmin berichtete : " Das waren meine Unterstellten, etwa zehn Mann. Im Sommer und Herbst hatten sie aber keine Unterkunft. So hatte man keine andere Wahl, als die Kisten, in denen die Bauteile geliefert wurden, als Wohnung zu benutzen. Gute stabile Kisten deutscher Qualität, deren Größe ausreichend war. Die Matrosen wohnten in diesen Kisten, bis es kalt wurde. Zu dieser Zeit hatten die Bauarbeiter aber ein Haus für das Wachpersonal gebaut. In dem Haus habe ich dann meine Matrosen untergebracht. "
Alle angelieferten Baugruppen wurden vor der Montage auf Funktionstüchtigkeit überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass einige Baugruppen der Sendertechnik, insbesondere die Senderöhren, die Lagerung nicht überstanden hatten und nach kurzem Betrieb kaputtgingen. Teile, die man in der UdSSR nicht nachbauen konnte, wurden von Oberst Goldfeld, der noch über gute Beziehungen zu den deutschen Entwicklungsfirmen verfügte, in Deutschland nachbestellt.
Der Aufbau der Antenne stellte die russischen Monteure vor besondere Probleme, da man über keinerlei Erfahrung für den Bau so hoher Maste, insbesondere der Rohrmaste von über 200 Metern, verfügte. Die erste Schirmantenne war im Januar 1952 gerichtet, und es stellte sich heraus, dass der Mast im Mittelteil bei Wind stark vibrierte und sich um seine Achse um bis zu 2, 5 Grad drehte. Goldfeld setzte sich mit der Mastbaufirma Hein & Lehmann und Co in Verbindung, und gemeinsam fand man eine Lösung.
Als nächstes fehlten einige Tausend Bolzen für die Gittermaste. Eine russische Firma in Gorki ( Nischnij Nowgorod hieß von 1932 bis 1990 Gorki ) musste die fehlenden Bolzen liefern. Von den Pardunen zur Abspannung der Maste kamen ebenfalls einige unbrauchbar auf der Baustelle an. Die Adern waren durchtrennt. Wie man dieses Problem gelöst hat, verschweigt die russische Quelle. In Kalbe wurden die Pardunen direkt auf der Baustelle gefertigt.
Ein weiteres Problem stellte die Stromversorgung da. Um die Standardspannung der russischen Netze von 35 kV auf 15 kV umzuspannen, bedurfte es eines neuen Transformators. Da ein solcher nicht zu bekommen war, hat der verantwortliche Ingenieur N. J. Veselovsky die aus Deutschland stammenden Anlagen umgebaut. Veselovsky dazu : " Die Geräte für diese untypische Spannung wurden in unseren Werken nicht hergestellt, demzufolge konnte die Verwaltung der Marine dieses Gerät im Sommer 1952 immer noch nicht besorgen. Die Arbeit am Dieselgenerator war auch sehr zurückgeblieben, da die Maurerarbeiten nicht rechtzeitig beendet werden konnten. Als sie mit sehr starker Verspätung fertig geworden sind, hatten sie mit dem Einbau des Dieselmotors immer noch nicht angefangen, da das Schwimmfundament auf Federbasis nicht fertig war. Die Maurer und Monteure hatten nie zuvor mit einer solchen Konstruktion etwas zu tun gehabt und davon keine Ahnung. Nach zwei Tagen habe ich Goldfeld meine Überlegungen und Berechnungen für den Umbau alter Gerätschaften von der 15 kV Spannung auf die Standardspannung unserer Netze von 35 kV auf dem Papier vorgestellt. Er war überzeugt davon, und erteilte mir den Befehl, diese Pläne zu realisieren. "
Von dem Umspannwerk in Mysa wurden 17, 5 Kilometer Erdkabel, welches ebenfalls aus Deutschland stammte, zum Sender gelegt. An diesem Kabel hatten die Russen allerdings wenig Freude, da bei der Demontage einige Kabelenden beschädigt worden waren, wodurch nach Inbetriebnahme wiederholt Kurzschlüsse verursacht wurden. Vom Kraftwerk in der Stadt Kstov wurde später eine weitere Hochspannungsleitung zum Sender gezogen.
Nach 3, 5 Jahren Bauzeit ist es im Dezember 1952 dann soweit. Der Sender konnte auf den Betrieb vorbereitet werden. Geleitet wurden diese Arbeiten von dem Chefi ngenieur der Abteilung Nummer 3 des Kommumkationsministeriums V. Pachomov. Am Abend des 24. Dezember sollte der Sender erstmals auf die Antenne schalten. Oberst Kuzmin : " Am Ende des Tages, als die Montagearbeiter das Objekt verlassen hatten, haben wir, Chefi ngenieur Pachonov und ich als Kommandeur der radiotechnischen Gruppe, und die diensthabende Schicht den Sender auf die Antenne abgestimmt und auf der Frequenz von 30 kHz gesendet. In dieser Frequenz arbeiteten wir einige Minuten lang, danach wurde abgestellt. Die Probesendung war erfolgreich, alle Geräte funktionierten einwandfrei. Ingenieur Pachonov hat seine Vorgesetzten über die Probesendung informiert. Am nächsten Tag ist bei uns ein Telegramm vom Kommando eingegangen, in dem uns zu der ersten erfolgreichen Probesendung gratuliert wurde. "
Am 27. Dezember wurde der Sender von einer Staatskommission abgenommen und eine lange Liste mit Mängeln und unvollendeten Arbeiten übergeben. Dieser 27. Dezember 1952 ist offiziell zur Geburtsstunde des ersten sowjetischen Längstwellensenders geworden.
Ununterbrochen wird
bis heute gesendet
Das Personal bekam Ende Januar 1953 die Zulassung, den Dienst selbständig durchzuführen. Die Einheit 36 026 war nun dem Kommunikationskommando des Generalstabs der Marine der UdSSR unterstellt, und der Sender bekam die Bezeichnung " Sendezentrum Nummer 1 ".
Seit 56 Jahren sendet der " Goliath " für die russische Marine und war abgesehen von wenigen Unterbrechungen wegen anstehender Reparaturen und Modernisierungen ununterbrochen im Dienst. Von der deutschen Technik sind die russischen Funker noch immer begeistert. Goliath gehört zu den zuverlässigsten Sendern.
Mit dem Sender entstand eine neue Siedlung, die seit 1961 den Namen Druschny ( Einträchtig ) trägt. Einst als reine Militärsiedlung entstanden, hat sie sich zu einem modernen Ort entwickelt. Neben dem Dienst engagieren sich die Angehörigen der Einheit 36 026 besonders für schwererziehbare Jugendliche. In einem Lager, ähnlich den Pfadfi ndern, wird versucht, die Jugendlichen wieder in die Gesellschaft zu integrieren und auf das Leben und den Militärdienst vorzubereiten. Nicht ohne Stolz verweist der jetzige Kommandeur, Kapitän Gorev, auf erste Erfolge.
Inzwischen wurde in mehreren regionalen Zeitungen und dem Regionalfernsehen in Nischnij Nowgorod über den Sender und die engen Kontakte zu Henning Krüger aus Kalbe an der Milde berichtet.

#5 RE: Demontage von Spurensucher MD 03.02.2022 03:21

Hier im Forum gibt es mehr Infos zum Goliath unter diesem Begriff Goliath bei Calbe-Altmark Einfach oben rechts bei Suche eingeben.

#6 RE: Demontage von wirbelwind 04.02.2022 18:36

Hallo Spusu,
interessant zu lesen, dass es auch ,,Erfolgsgeschichten" bei diesem ganzen Komplex gab. Sicherlich spielte es im konkreten Fall eine entscheidende Rolle, dass die Sowjets auf die Technik von ,,Goliath" angewiesen waren und das es ein militärisches Objekt von großer Tragweite war. Da erfolgte der Umgang mit diesen Materialien ganz anders.
MfG Wirbelwind

#7 RE: Demontage von Spurensucher MD 05.02.2022 03:52

Ob die Sowjets drauf angewiesen waren den Goliath zu demontieren sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall mußten sie in unserer Region damit vorlieb nehmen was nicht von deutscher Seite zerstört wurde und was die Amerikaner übrig gelassen hatten. Man war schon in der Lage zu erkennen was Hochtechnologie war. Im Fall vom Goliath ersparte man sich sicherlich ein Haufen Entwicklungsarbeit. Dennoch dauerte es Jahre bis das Ding lief. Ähnlich lief es um nur ein Beispiel zu nennen in der Raketenforschung. Das ist für mich auch nachvollziehbar.
Ein ganz anderes Kapitel ist die Demontage nach Tonage. Hier wurde nach imaginären Planen gearbeitet. Regionale Kommandanten waren in der Pflicht. Hier kam es dann zu solchen Geschichten wie oben beschrieben mit den 40 LKW. Es wurde demontiert auf Teufel komm raus um solche Vorgaben zu erfüllen. Ohne zu wissen ob das Requirierte jemals wieder zu gebrauchen ist. So berichten heimkehrende Kriegsgefangene z.B. von riesigen Bergen gebrauchter Eisenbahnschienen an der Strecke ohne zu wissen wo das Zeug her ist. Niemand weiß ob darauf jemals wieder Züge gerollt sind oder ob sie eingeschmolzen wurden.
Ein spannendes Thema!!

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