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#16 RE: Elbpegel von US330Reg 06.08.2018 18:54

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Nachdem damals vieles in Flüsse, Bäche und Teiche geworfen wurde müsste eigentlich noch mehr auftauchen. Ich erinnere mich dass nach den Mord an den Prostituierten in Hof die Saale abgetaucht wurde, vorher waren schon Munition und auch Panzerfäuste gefunden worden. Bei dieser Suche allerdings Fahrräder und anderes, moderne Sprengzünder lagen auch drin, aber Weltkriegsmaterial - nichts gefunden...

#17 RE: Elbpegel von Linse 10.08.2018 09:45

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Es ist schon erstaunlich, was ihr hier alles zu Tage fördert. Absolut interessant. Allerdings eine Anmerkung zum Pegel am Petriförder vs. Schifffahrt. Der Pegel dort gibt natürlich den Wasserstand an, hat aber mit der Schiffbarkeit in Magdeburg sehr wenig zu tun. Grund dafür ist die Fahrrinne auf der Ostseite der Elbe. Diese ist deutlich tiefer als der Pegelstand angibt. Die Fahrrinne wurde und wird regelmäßig ausgebaggert, da sie sonst versanden würde (siehe Alte Elbe). Der Domfelsen ist ein weiterer Grund. Würde die Rinne nicht vertieft, wäre eine Passage für die Frachtschifffahrt in den meisten Monaten des Jahres nicht möglich. Die Strömungsgeschwindigkeit genau an dieser Einengung ist exorbitat hoch und das gilt für die komplette Strecke zwischen Hubbrücke und Strombrücke. Durchlaufen wäre lebensgefährlich. Wenn ich mich recht erinnere, ist die Tiefe der Fahrrinne ca. 80 cm tiefer, als das was der Pegel anzeigt. Die Passage ist dort sehr anspruchsvoll und die Fahrrinne auf Seite des Rotehornparks vorgegeben. Eine Fahrt über den Domfelsen wäre äußerst riskant und nur bei Hochwasser (nicht Jahrhunderthochwasser) vielleicht möglich, was aber strikt verboten ist. Nicht umsonst gibt es so lange ich denken kann die Schiffsampel am Petriforder (Einfahrt Zoffhafen) und in Höhe der Sternbrücke. Ich bin auch absoluter Laie, aber die Schiffführer der Weißen Flotte sind eine gute Quelle.

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