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#1 RE: Flaktechnik und Geschütze von MAGADO-2 23.03.2012 11:35

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Zum Thema Flaktechnik

#2 RE: Flaktechnik und Geschütze von MilitariaMD 26.03.2012 22:10

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hier mal ein Auszug über Munitionsarten für die 8,8cm Flak, diese Munition wurde auch in Magdeburg gefertigt.


Die Flak 8,8 war die Basis einer Reihe
von Waffen, wie schon hier angedeutet (Auswahl),
- 8,8-cm-Flak 36 (Fa.Krupp)
- 8,8-cm-KwK 36 (Fa.Wolf, Magdeburg)
- 8,8-cm-KwK 43 (Fa.Garny, Frankfurt; Fa.Wolf, Magdeburg)
- 8,8-cm-Pak 43 (Dortm. Hoerder-Hüttenverein; Fa.Henschel, Kassel)

Beispielsweise wurden für alle 910 Pak-43 insg. 3,584,200 Schuss
verballert, diese Pak-43 wurde auch in eine SFL gebaut (Nashorn).


Beispiel. Für die 72 überhaupt noch nachzuweisenden 8,8-cm-Flak-36
wurden in den Monaten Januar und Februar 1945
- 212,000 Sprenggranaten
- 18,200 Panzergranaten (Wuchtgeschosse)
verbraucht.
Die 128 dort noch nachgewiesenen einsatzfähigen 8,8-cm-Pak-43
verbrauchten:
- 159,900 Sprenggranaten
- 69,000 Panzergranaten (Wuchtgeschosse)

Stand der Technik :


Zur Flak-36: (aus ISBN 3763758305 [Buch anschauen])
Die von der Firma Krupp entwickelte 8,8-cm-Flak 18/36
wog 5150 kg. Aus dem 4930 mm langen Rohr wurde die 385 mm
lange und 9 kg wiegende Sprenggranate mit einer V0 von 820 m/s
verschossen. Die 931 mm lange Patrone von 14,7 kg Gewicht enthielt
eine Treibladung von 2,95 kg. Je nachdem, ob der Sprengstoff
eingepreßt oder eingegossen war, betrug diese Menge 0,7 oder 0,9 kg.
Für den Erdeinsatz gab es zwei verschiedene Panzergranaten,
von denen die bessere 10,2 kg wog und auf 1000 m Entfernung 106 mm
Durchschlagsvermögen besaß.
Die 8,8-cm-Flak 36 kostete damals 33 600,- RM. Sie besaß eine
Schußweite von 14 860 m, und das entsprach einer Steighöhe von
10 600 m. Eine unter der Bezeichnung S 201 für den Erdeinsatz
entwickelte Waffe wog mit der verstärkten Lafette und dem
Schutzschild 7500 kg. Diese Konstruktion ist nur in wenigen
Mustern geliefert worden.

#3 RE: Flaktechnik und Geschütze von MilitariaMD 05.04.2012 21:52

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#4 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 13.02.2013 17:46

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3,7 cm Flak 43, hier als Zwillingsflak

Technische Daten:
Gewicht: 2780 kg
Länge: 5251 mm
Breite 2643 mm
Höhe: 2116 mm
Max. Schussfolge: 300 pro Minute

1941 sollte die Firma Rheinmetall-Borsig die Effizienz der bereits leistungsstarken 3,7 cm Flak 43 verbessern. Daraus entstand dann der 3,7 cm Flakzwilling mit zwei übereinander angeordneten Flakwaffen. Neben der Version auf Sonderanhänger wurden diese auch auf Flaktürme, z.B. Zooflakturm Berlin (siehe Bild, Quelle Life-Magazine, aufgenommen Juni 1945), eingesetzt.


#5 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 13.02.2013 17:52

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Henschel HS 297 "Föhn"

Hierbei handelt es sich um einen Mehrfach-Raketenwerfer. Die Raketen besaßen ein Kaliber von 7,29 cm, in der Regel befanden sich 35 Raketen in einem Abschussgestell. Sowohl Reste eines Werfers als auch Granaten sind im Armeemuseum in Dresden zu besichtigen. Im Bereich der 30. Division wurde Ende April ein solcher Werfer aufgefunden. Ein komplettes System (allerdings ohne Richteinrichtung) befindet sich in Kopenhagen.


Kopenhagen

#6 RE: Flaktechnik und Geschütze von MAGADO-2 13.02.2013 18:07

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3.7 cm Einer und Zwilling gab es auch in MD Biederitz und Steinkopfinsel an der Elbe

#7 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 21.04.2013 19:16

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Magado, hast Du da ein Bild raus oder spinnt mein PC schon wieder mal. Bild 17 der dreiseitigen Bilddokumentation zeigte ein sehr interessantes Radargerät der Wehrmacht, ein FUG 62D Würzburg (wird teilweise auch FuSE 62D genannt). In Finnland finden sich einige dieser Anlagen in Museen. Nicht etwa weil sie dort eingesetzt wurden, nein, sie wurden nach dem Krieg sowohl für militärische Zwecke als auch für die Astronomie genutzt. Die Entwicklung für das FuSE 62D war bereits 1941 abgeschlossen. Der D-Zusatz ermöglichte eine weitere Verbesserung der E-Meßgenauigkeit und vereinfachte die Bedienung. Es wurde jetzt auch möglich, die E-Werte direkt in das Übertragungsgerät der Flakbatterie einzugeben, so daß die telefonische E-Wert-Durchsage entfiel. Vom FuSE 62D wurden rd. 4.000 Geräte gefertigt.
Es arbeitete auf der Frequenz von 565 MHz bei einer Sendeleistung von 8 kW Impulsleistung. Die Reichweite betrug 20-30 km, die E-Meßgenauigkeit lag bei ±25-40 m , die Seitengenauigkeit bei ±0,5°, die Höhengenauigkeit bei ±0,5°. Die Bedienung bestand aus 6 Soldaten oder Flakhelfern.


Anbei zwei Bilder zu dem Thema.




Diese Bilder sind hier stellvertretend

[ Editiert von Administrator MAGADO-2 am 21.04.13 19:43 ]

#8 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 07.05.2013 14:20

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Kommandogerät 36 und Kommandogerät 40

Wir haben ja hier schon eine Skizze des Aufbaus einer Flakstellung. Die einzelnen Komponenten, angefangen von den Geschützen über Kommandogerät, Horchgerät, Scheinwerfer, Entfernungsmesser etc. müssen immer als Teil des Ganzen, in diesem Fall der Batterie, gesehen werden.

So auch das Kommandogerät, quasi eine Einheit mit dem Entfernungsmesser



Kommandogerät 36 (KDO.GER. 36)
mit Entfernungsmesser Em 4m R(H)

Bedienung in Kombination mit Em 4m R(H):
M.F. - Meßtruppführer
E1 – ermittelt die Entfernung.
E2 – richtet das Ziel von der Seite an.
E3 – richtet das Ziel der Höhe nach an.
B 4 – steht am Höhenkasten und ermittelt die Vertikalgeschwindigkeit und den Höhenvorhalt.
B 5 – stellt dem Zuruf B 11 folgend, mit dem Handrad den ekM-Zeiger zum Messen nach Höhe
auf die Schwarzen Höhenkurven, beim messen nach Entfernung auf die roten
Entfernungskurven.
B 6 – ermittelt die Flugrichtung und Zielgeschwindigkeit am Flugrichtungsschreiber.
B 7 – stellte den ek. T-Motor ein und ermittelte mit dem Handrad den Seitenwinkelvorhalt und
bediente den ek.T-Zeiger
B 8 – stellte mit einem Handrad die abgelesenen Höhenkurven an der Rohrerhöhungstrommel ein.
B 9 – stellte mit einem Handrad die abgelesenen Höhenkurven an der Zündzerlegungstrommel ein.
B10 – bediente den Verbesserungskasten
B11 – ließt am Ablesefenster des Em laufend die anliegenden Messdaten ab
und rief diese beim „Messen nach Höhe“ dem B4 und B5 zu,
beim „Messen nach Entfernung“ nur dem B5.
B12 – bedient den Betriebsschaltkasten.
B13 – ermittelte verbesserte ballistische Windzerlegungswerte und rief diese dem B10 zu.
am Em 4m R(H)

E1, E2 und E3 finden sich am Entfernungsmesser, die anderen "Bediener" finden sich rund um das Gerät. Ich werde da mal eine Skizze erstellen und einstellen.

Im Verlauf des Krieges kam dann das verbesserte Kommandogerät 40 zum Einsatz:
Kommandogerät 40 (KDO.GER. 40)
Meßwinkel – unbegrenzt
Meßhöhenwinkel – von 0° bis 90°
Meßentfernung – 1200m bis 18000m
Meßhöhe – 0m bis 11800m

Bedienung :
M.F. - Meßtruppführer
E1 – Entfernungsmeßmann.
E2 – Seitenrichtmann.
E3 – Höhenrichtmann.
B 4 – ermittelt den Handkurs.
B 5 – bedient den Hauptschalter
B 6 – bedient den Maschinensatz.

wie man sieht kam es mit wesentlich weniger Soldaten aus. Das Bild der Batterie in Olvenstedt zeigt ein solches Gerät


Der Unterschied ist deutlich sichtbar.

#9 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 07.05.2013 14:47

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Hier noch was aus Tactical and Technical Trends, Ausgabe 35, vom 07.10.1943

Reichweiten der dt. Flak-Geschütze


Es fällt auf dass die 128 cm Flak nicht aufgeführt ist, wurde da wohl irrtümlich als 150 mm angesehen.

Die Leichte Flak gliedert sich in die 20 mm Kanone (hierzu gehört auch die Oerlikon oder die Hispano-Suiza), die Mittlere Flak in die 37 mm Kanone, 40 mm Bofors sowie die 50 mm Flak. Alles darüber gehörte zur Schweren Flak.

#10 RE: Flaktechnik und Geschütze von MAGADO-2 07.05.2013 14:53

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Wobei im Raum MD nur 2cm einer-Vierling, 3,7cm, 8,8 cm, 10,5 cm und sehr wehnig 12,8er im Einsatz waren. Von den anderen Kal. wird nie berichtet. In der Batterie Lemsdof MD waren sogar umgerüstete und aufgebohrte russ. Beutegeschütze.
Magado

#11 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 07.05.2013 15:03

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Belegung Kommandogerät 36

Entfernungsmesser: E1 mittig, E2 links, E3 rechts
entgegen dem Uhrzeigersinn:
B4, B11, B5, stehend am rechten vorderen Rand Messtruppführer, durch diesen fast verdeckt B9, B10 und B13 nicht im Bild, B8 der nach vorn gebeugte Mann, B7 und B6 (stehender Soldat zwischen den beiden mit Mütze nicht identifiziert)

[ Editiert von US330Reg am 07.05.13 15:08 ]

#12 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 16.06.2013 19:55

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Und hier noch der Plan einer Splitterschutzstellung für 8,8 cm Flak. Wer einmal eine solche Stellung 1:1 nachgebaut sehen will sollte das Militärmuseum in Röthenbach/Pegnitz besuchen, die haben so einen Stand für ihre 8,8 cm Flak gebaut.

#13 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 09.07.2013 15:11

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Hier nun noch zur Vervollständigung die Splitterschutzstellungen der anderen Flak-Kaliber, bei den kleineren Kalibern mussten diese erhöht positioniert werden, ebenso einen Unterstand für die Bedienung.
Beginnen wir mit der 2 cm Flak sowie deren Unterbau-Erhöhung, wie man das auch nennen will


3,7 cm Flak

8,8 und 10,5 cm Flak (das ist die eckige Form), normalerweise wurde das Geschütz reingefahren und abgeprotzt


Unterkunft

#14 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 09.08.2013 20:48

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Dann wollen wir hier mal weitermachen, Munition der Flak:
3,7 cm Flak






8,8 cm Flak









10,5 cm Flak

#15 RE: Flaktechnik und Geschütze von US330Reg 09.08.2013 20:50

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HE bedeutet High Explosive, Tracer ist Leuchtspur.

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